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Interaktive Whiteboards/Displays – Und/Oder Alternativen?

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Nachdem nun viele interaktive Boards schon einige Jahre in Betrieb sind und “umgebaut” werden müssen (Beamerersatz) oder sogar vollständig ersetzt werden müssen (nach vielleicht etwa 10 Jahren Laufzeit), stellt sich an immer mehr Schulen die Frage nach dem “Wie weiter…”. Auch die hohen Kosten für die neuen Displays stellen die Frage nach Alternativen…

Dazu ein paar Gedanken und Anmerkungen (wird später noch ausführlicher dargestellt auf www.schuleundcomputer.de).

Braucht man unbedingt TOUCH-Screens im Klassenraum? Bei der Beratung/Fortbildung in Oberschule ist das meist gar kein Thema – “teurer Touch” muss gar nicht sein, Beamer und Whiteboard ist vollkommen ausreichend. Sicher gibt es viele Vorteile mit Touchscreens (interaktives Whiteboard = IWB oder Display) für die Arbeit mit Kindern oder auch als Lehrkraft beim Hin- und Herschieben von digit. Wortkarten, direkten Reinschreiben am Board usw. Trotzdem kann man die Notwendigkeit gegenüber anderen Möglichkeit individuell – neu – prüfen. Und dann sich dort dafür entscheiden, wo es “richtig” passt.

Interaktives Whiteboard oder Display? Das müsste man länger ausführen – aber: Vermutlich stellt sich die Frage gar nicht mehr lange, denn die Marktführer rüsten schon kräftig auf Displays um.

Nun zu möglich alternativen Szenarien im digitalen Klassenraum (hier zunächst ganz kurz angerissen):

Monitor – Manchmal reicht vielleicht ein großer Monitor zum PC mit Internetanschluss. Viele TV-Geräte sind als Monitore geeignet und preiswerter als PC-Monitore, Größe z.B. 42 Zoll und größer. Wählt man ein “smartes” Geräte, kann man sogar Verbindung mit dem Smartphone aufnehmen oder hat schon einen Browser integriert. Im Fachraum an der Wand montiert vielleicht die passende Lösung für Filme, Animationen, Bilderserien, Erklärvideos, FWU-Mediathek…

Dokumentenkamera – Natürlich nicht das Einsteigermodell für ein paar Euro… Etwa 600 € kostet ein gutes Gerät schon. Neben dem Klassen-PC am (normalen) Kurzdistanz-Beamer (Wandhalterung) kann man darunter schreiben, Schülerarbeiten präsentieren und Objekte zeigen. Projektionsfläche ist ein normales Whiteboard (das hoffentlich gut gesäubert ist…).

Interaktive Tafelbilder kommen hier natürlich nur vom PC mit Mausbedienung. Also Zweiteilung: Vom PC Filme, Internet, Textdateien, Lernsoftware usw.. Über die Cam das Livebild – wir schreiben ins Arbeitsheft, Demonstration mit dem Geodreieck, Schüler-Mindmap präsentieren und noch bearbeiten usw..

Das muss jetzt kein Rückschritt sein…. Die Kreidetafel möchte ich nicht wieder haben. Wenn wir einen Raum neu für die Nutzung mit digitalen Medien einrichten oder das IWB ersetzen, gibt es aber vielleicht individuelle Lösungen, die preiswerter und sinnvoll sind. Auf eine gute Kombination kommt es an.

Es geht jetzt auch nicht einfach nur ums “Sparen”….

sondern um einen sinnvollen und nachhaltigen Einsatz von Geldern. Dazu gehört auch zu überlegen, wofür (welcher Raum, welchen Bedarf) man sich wie viele Funktionen am Gerät einkauft. Ein Raum, in dem auch Fortbildungen stattfinden, in dem man Neues erprobt, Projekte macht usw. – der braucht “mehr” oder “anderes”.

Unterrichtsszene…

An Gruppentischen haben die SuS Laptops. Im Raum habe ich WLan. Über die Logodidactsoftware unseres Servers kann ich die Bildschirme der einzelnen Geräte am Monitor (~ 45 Zoll) über dem Lehrerpult, anzeigen. Alle SuS sehen so, was die Gruppe am Laptop recherchiert und geschrieben hat (ein Bild, ein Schaubild). Dazu sammeln wir analog noch Begriffe am Whiteboard daneben (auf Pappkarten, die wir dann wieder in die Gruppe geben…). Digital oder analog wo nötig, möglich, sinnvoll…

Und dann sind da ja noch die Tablets….

Die Lösungen oben sind eigentlich alle auch für Einsteiger*innen geeignet – PC-Bedienung, die Cameras sind leicht bedienbar, TV-Monitor auch. Wer es etwas ausgefeilter mag, verbindet sein (privates?) Tablet mit dem Monitor (WLan nötig, gibt es schon andere Lösungen? Miracast u.ä. geht ja auch immer über WLan…?). Dann geht man durch den Klassenraum, tippt oder schreibt (Stylus) auf seinem Tablet und vorne erscheint es!

Verschiedene Hersteller

Natürlich gibt es verschiedene Hersteller am Markt. Und auch selbst zusammengestellte Lösungen (interaktiver Beamer + Whiteboard+ Software) kann man prüfen. Lizenfragen für die Software (für die interaktiven Tafelbilder) sind dabei nicht zu vernachlässigen (auch die Prüfung des Funktionsumfangs der Software). All das verlangt natürlich viel Recherchearbeit bei Firmen oder Messen und der Support solte auch gewährleistet sein. Spätestens dann stellt sich schon oft die Frage nach der preislichen Vergleichbarkeit eine „Rundumsystems“ und eines Systems aus einzelnen Komponenten.

Idee zu Whiteboards: In vielen Schulen sieht man, wie die emaillierten oder Metallwhiteboards nach einiger Zeit kaum noch von den Resten der Whiteboardmarker zu reinigen sind. Vielleicht sollte man für die Projektion doch eine Fläche dafür frei lassen….

 

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